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Tag: Pensionsabschläge

Es sind 45 Fragen vorhanden:

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THEMA: Soziales
26.04.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Sozialminister Stöger!
In der „oe24 „-Artikel vom 1. März 2016 ist u.a. zu lesen: „Keine Erhöhung des Frauenpensionsalters“:
Dazu möchte ich folgendes festhalten bzw. fragen:
Ich weiblich, geb. Dezember 1959 hätte ursprünglich mit 1. Jänner 2017 und 480 Beitragsmonaten in Pension gehen können! Nun habe ich ein Schreiben der PVA erhalten, dass der Stichtag für meinen frühesten Pensionsantritt der 1. November 2017 mit 504 Beitragsmonaten sein wird!
Daher hat meiner Meinung nach, sehr wohl – wenn auch versteckt – eine Erhöhung stattgefunden!?
Oder haben sich die Bedienstete in der PVA vielleicht geirrt – würde ich mir sehr wünschen!?
Jeder Mensch hat eine/seine Lebensplanung – welche leider durch derartige Maßnahmen zerstört werden!!!
Offensichtlich war diese und viele andere Änderungen - nicht wirklich für die Bundespräsidenten- und sonstigen Wahlen dienlich!!!
Mit der Bitte um Beantwortung und freundschaftlichen Grüßen
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
18.07.2016
Antwort von Alois Stöger

Alois Stöger
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers,

ich darf Ihnen bestätigen, dass die Ihnen mit Schreiben der PVA zuletzt im Zusammenhang mit der Pensionsvorausberechnung gegebene Auskunft korrekt ist; wie bereits mit Schreiben der PVA vom 4.10.2012 mitgeteilt, können Sie als Jahrgang 1959 frühestens mit 1.11.2017 bei Vorliegen von 504 Beitragsmonaten in die Langzeitversichertenpension gehen. Seit damals sind keine Änderungen erfolgt. Sie können frühestens mit 1.11.2017 die Langzeitversichertenpension in Anspruch nehmen, sofern Sie noch 60 Beitragsmonate erwerben.

Diese Regelung ist mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 erfolgt. Dadurch sollte das abrupte Ende der Langzeitversicherungsregelung 2013 vermieden und durch eine leistbare Regelung ersetzt werden. Bei der neuen - ab 2016 wirksam werdenden - Langzeitversichertenregelung, die für die Jahrgänge ab 1954 für Männer und ab 1959 für Frauen in Betracht kommt, erfolgt eine schrittweise Angleichung des Antrittsalters für Frauen an das der Männer, ebenso eine Anhebung der für Frauen erforderlichen Beitragsmonate: Für Frauen der Geburtsjahrgänge 1959 bis 1961 wird das Antrittsalter auf das vollendete 57., 58. und 59. Lebensjahr angehoben. Danach erfolgt – im Einklang mit der Anhebung des Regelpensionsalters der Frauen auf das Niveau der Männer – eine Anhebung des Antrittsalters für Frauen zur Langzeitversichertenregelung auf das 62. Lebensjahr.

Für weibliche Versicherte der erwähnten Jahrgänge wurde darüber hinaus das Ausmaß der erforderlichen Beitragsmonate – im Gleichklang mit der Anhebung des Anfallsalters – von 480 Beitragsmonaten um 24 bzw. zwölf Beitragsmonate angehoben: Für den Jahrgang 1959 sind 504 Beitragsmonate, für den Jahrgang 1960 516 Beitragsmonate und für den Jahrgang 1961 528 Beitragsmonate als lange Versicherungsdauer erforderlich.

Ab dem Jahrgang 1962 sind – gleich wie bei männlichen Versicherten - 540 Beitragsmonate erforderlich. Sowohl für Männer als auch für Frauen kommen bei der neuen Langzeitversichertenregelung Abschläge von je 4,2 % pro Jahr des Pensionsantrittes vor dem Regelpensionsalter zum Tragen.

Ich darf Sie abschließend auch noch davon informieren, dass keine vorzeitige Anhebung des Regelpensionsalters für Frauen (dzt. 60 Jahre) ins Auge gefasst wird. Die Bemühungen der Bundesregierung sind vielmehr darauf gerichtet, durch geeignete Maßnahmen das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen, um die Finanzierung der Pensionsversicherung nachhaltig zu sichern.

Ich hoffe, zur Klärung Ihres Anliegens beigetragen zu haben.

Mit besten Grüßen,
Alois Stöger
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THEMA: Soziales
10.11.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Hr.Sozialminister Hundstorfer,
Ich bin Jg.56, habe 44Jahre (532Monate) Sozialversicherung einbezahlt, seit ca.30Jahren Höchstbeitrag. Ich habe nun die vorläufige Berechnung der PV erhalten. Diese zeigt daß ich mit ca.18% weniger Pension rechnen muß, wenn ich mit 62J in Pension gehe.
Ich halte das aus mehreren Gründen für ungerecht:
1.Da ich bis vor kurzem im Glauben gelassen wurde mit 60 in Pension gehen zu können.
2.Da Jahrgänge vor 55 dies konnten
3.Da der Unterschied zu "Jg vor 55" monitär minus 18%, 2Jahre länger arbeiten und 2Jahre länger Beiträge zahlen bedeuted
4.Da früher anfangen zu arbeiten/einzubezahlen, nicht zu studieren/zu beziehen etc. doch auch früher in Pension gehen bedeuten kann und soll
5.Da das vielzitierte tatsächliche Antrittsalter der Österreicher total verfälscht wurde, durch z.b. ÖBB Antrittsalter
6.Da jegliche, bis dato eingeführten Einsparungen hauptsächlich die Leistungsträger, als einen derer ich mich bezeichne betrifft siehe oben
7.Da keine Übergangzeiten zur Anwendung kommen, ich dadurch keine Möglichkeiten habe auf diese Änderungen zu reagieren, jüngere Haben diese Möglichkeiten
Meine Frage:
Hr. Sozialminister, werden meine Argumente in die angekündigte "Pensionsreform" einfliessen können oder halten Sie diese Argumente für unrichtig?
12.12.2015
Antwort von Rudolf Hundstorfer

Rudolf Hundstorfer
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für Ihr Schreiben, das ich mit großem Interesse gelesen habe. Lassen Sie mich wie folgt antworten:
Als verantwortlicher Bundesminister ist es meine Aufgabe, die Stabilität und Finanzierbarkeit des öffentlichen Pensionssystems im Interesse der Versicherten zu gewährleisten.
In Österreich sind wir in der glücklichen Situation, dass wir permanent steigende Lebenserwartungen verzeichnen. Das hat unter anderem zur Folge, dass Menschen immer länger ihre Pension genießen können. Das ist sehr erfreulich, macht jedoch klarerweise gewisse Adaptionen im Pensionsrecht notwendig. Da ich weder Pensionskürzungen noch Beitragserhöhungen befürworte, ist es mein Weg, das tatsächliche Pensionsantrittsalter zu erhöhen und dem gesetzlichen zu nähern. Neben zahlreichen Beschäftigungsmaßnahmen und gesundheitlichen Maßnahmen sind daher auch gewisse Änderungen bei vorzeitigen Alterspensionen und der Invaliditätspension nötig geworden.
Zu den wichtigsten Änderungen der vergangenen Jahre zählen geänderte Abschlagsregelungen, die Umstellung der befristeten Invaliditätspension für ab 1964 Geborene auf ein Reha- und Umschulungssystem und das Auslaufen der Langzeitversichertenregelung.
Die Möglichkeit mit 60 Jahren eine Langzeitversichertenpension (sog. „Hacklerregelung“) zu beziehen, bestand bei Männern für sog. „Langzeitversicherte“ beim Vorliegen von 45 Beitragsjahren bis zum Jahr 2013. Um ein abruptes Ende der Langzeitversichertenregelung zu vermeiden, wurde mit dem Budgetbegleitgesetz 2011 fixiert, dass die Langzeitversichertenregelung in den folgenden Jahren zwar bestehen bleibt, jedoch auslaufen wird.
Dass bei einem vorzeitigen Pensionsantritt (wie bei der Korridorpension) Abschläge berechnet werden, soll in erster Linie dazu beitragen, dass die Zeit, die länger in Pension verbracht wird – versicherungsmathematisch – berücksichtigt wird. Begründet werden Abschläge daher mit der längeren durchschnittlichen Pensionsbezugsdauer. So werden bei einer Frühpension, die mit 62 Jahren angetreten wird, 42 Pensionszahlungen mehr ausbezahlt. Ein Versicherter der mit 65 Jahren zum Regelpensionsalter in Pension geht, bekommt diese Zahlungen nicht.
Bei Inanspruchnahme einer Korridorpension sind sowohl bei vor 1955 Geborenen als auch bei ab 1955 Geborenen Abschläge zu machen. Diese werden allerdings anders berechnet.
Im Pensionskonto (ab 1955 Geborene) wird bei der Korridorpension ein Abschlag in der Höhe von 5,1 % pro Jahr des vorzeitigen Pensionsantritts abgezogen. Für drei Jahre beträgt der Abschlag daher 15,3 %. Eine weitere Verminderung der Pensionsleistung entsteht durch die fehlenden jährlichen Teilgutschriften (1,78 % des beitragspflichtigen Jahresentgelts) und die verlorene Aufwertung für die Jahre des vorzeitigen Pensionsantritts.
Die Maßnahmen haben Wirkung gezeigt. Insgesamt ist das Antrittsalter von 2013 auf 2014 um 13 Monate gestiegen. Das faktische Pensionsantrittsalter in der gesetzlichen Pensionsversicherung (ohne Beamte) bei Männern (Neuzugänge) lag 2014 bei 63 Jahren und 3 Monaten (Alterspensionen inkl. vorzeitige Alterspensionen) bzw. 60 Jahren und 9 Monaten (inkl. Invaliditätspensionen).
Im Hinblick auf die aktuelle Diskussion betreffend etwaige weitere Maßnahmen im Pensionsbereich ist festzuhalten, dass im Februar 2016 die Ergebnisse des Pensionsmonitorings vorliegen werden. Diese werden zeigen, ob die getroffenen Maßnahmen weiterhin Wirkung zeigen und ob insbesondere das faktische Pensionsantrittsalter weiter gestiegen ist. Bisher zeichnet sich jedenfalls eine positive Entwicklung ab.
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers, ich hoffe, dass ich mit den Ausführungen zu mehr Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit hinsichtlich der Regelungen und getroffenen Maßnahmen im Pensionssystem beitragen konnte.

Mit freundlichen Grüßen,
Rudolf Hundstorfer
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THEMA: Arbeit
26.05.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sg. Fr. Mag. Steßl!

Bin Geburtsjahrgang 1954, Beamtin, Alleinerzieherin und keinen Tag arbeitslos:
Anruf beim Bundeskanzleramt vor ca. einem Monat, ob mir jemand die Höhe meiner Pension mit Antritt 62 LJ bzw. 63 LJ errechnen könnte.
Antwort vom BKA (= Bundeskanzleramt): sie tun mir ja so leid, der GJ 1953 konnte mit 60 und ohne Abschläge in Pension gehen und der GJ 1955 hat ein Pensionskonto und der GJ 1954 gehört nirgends dazu. Ich möge im Herbst nochmals anfragen. Jetzt arbeite ich seit 44 Jahren und man kann mir nicht sagen wie hoch meine Pension sein wird!?
Aber immerhin geht es mir noch besser als meinen Kollegen ab GJ 1955. Diese lassen sich von der BVA den Kontostand senden und rechnen sich mittels Pensionsrechner der Arbeiterkammer ihre ungefähre Pension aus.

Nun möchte ich mich bedanken, dass ich um mindestens 2 Jahre länger arbeiten muss als der Geburtsjahrgang vor mir und dafür noch Abschläge erhalte und dass die Beamten so im Regen stehen gelassen werden. Die Gewerkschaft hätte mir auch nur geholfen, wenn ich beigetreten wäre.
Und froh bin ich, dass ich wenigstens - wenn ich schon nirgends dazugehöre, Jahrzehnte Steuern zahlen durfte.

Meine Frage jetzt, bis wann kann mir jemand die genaue Höhe meiner Pension mitteilen? Irgendwie möchte man im Leben ja auch etwas planen können.

MfG U. Vorname des Fragestellers
03.06.2015
Antwort von Sonja Steßl

Sonja Steßl
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!
Danke für Ihre Anfrage.

Pensionsvorausberechnungen für Bundesbeamtinnen werden vom Bundeskanzleramt maximal zwei Jahre vor dem frühestmöglichen Pensionsantritt durchgeführt.

Das Ersuchen, im Herbst nochmals anzufragen dürfte damit zusammenhängen, dass die aktuellen Gehaltstabellen zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage noch nicht kundgemacht waren. Eine Berechnung Ihrer voraussichtlichen Pensionshöhe wäre daher nicht auf Grundlage aktueller Zahlen möglich gewesen.

Ich bedauere, dass Ihnen durch diese Auskunft Umstände bzw. Unsicherheiten entstanden sind. Ich darf Ihnen aber versichern, wir arbeiten laufend an der Verbesserung der Abläufe im Bundesdienst.

Eine Berechnung Ihrer Pensionshöhe mit unterschiedlichen Pensionsantrittsterminen erhalten Sie, wenn Sie sich an unsere Pensions-ExpertInnen unter der E-Mail-Adresse III5@bka.gv.at wenden. Für weitere Informationen können Sie sich auch an pensionsberatung@bka.gv.at wenden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen hiermit weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Mag. Sonja Steßl
Staatssekretärin für Verwaltung und Öffentlichen Dienst im Bundeskanzleramt
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