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Tag: Pensionsabschläge

Es sind 39 Fragen vorhanden:

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THEMA: Senioren
12.02.2014
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Mein Freund wird morgen 60 Jahre alt. Seine Kollegen mit 45 Versicherungsjahren sind mit diesem Alter vor 1,5 Monaten auch in Pension gegangen.
Wenn er, so wie seine Kollegen auch ohne Abschläge in Pension gehen möchte, muss er noch 5 Jahre (d.h. insgesamt 50 Jahre) arbeiten. Warum sind bei ihm 45 Versicherungsjahre und 60 Lebensjahre nicht genug (Werbung!)? Ist dies gerecht? Wem hat er dies zu verdanken? Wen soll er wählen, dass sich diese schlechte Pensionsregelung ändert?
Mit freundlichen Grüßen
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
03.03.2014
Antwort von Rudolf Hundstorfer

Rudolf Hundstorfer
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Wie Sie richtig schreiben, haben sich die Anspruchsvoraussetzungen bei der Frühpensionsart Langzeitversichertenregelung („Hacklerregelung“) mit 1.1.2014 geändert. Die Regelung war ursprünglich mit Ende 2013 befristet. Die Bundesregierung hat jedoch entschieden, sie zu verlängern – allerdings mit neuen Konditionen.
Für alle ab dem 1.1.1954 geborenen Männer gilt nun ein frühestmöglicher Pensionsantritt mit dem vollendeten 62. Lebensjahr. Gleichzeitig müssen für diese Pensionsart mindestens 45 Beitragsjahre (540 Beitragsmonate) erfüllt sein.
Grundsätzlich gilt für Pensionen, die vor dem Regelpensionsalter (Männer: 65 Jahre) beansprucht werden, ein Abschlag von 0,35% für jedes Monat bzw. 4,2% für jedes Jahr, in dem die Pension früher beansprucht wird.
Die Lebenserwartung der Österreicher steigt glücklicherweise immer höher – und auch die Jahre, die in guter gesundheitlicher Verfassung verbracht werden, steigen an. Diese für unsere Gesellschaft positive Entwicklung fordert jedoch unsere Sozialversicherungssysteme finanziell heraus.
Die Beiträge der Versicherten reichen für die Zahlungen an die PensionistInnen nicht aus. Jährlich müssen daher schon jetzt Milliarden Euro aus dem Bundesbudget für die Pensionszahlungen zugeschossen werden. Es ist schon heute absehbar, dass in den kommenden Jahrzehnten der finanzielle Bedarf weiter steigen wird, da die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit in den Ruhestand treten. Gleichzeitig sind durch die anhaltend niedrige Geburtenrate weniger neue Beitragszahler als in der Vergangenheit zu erwarten. Auf diese Gegebenheiten musste reagiert werden:
Daher ist es einerseits das Ziel, Menschen länger im Erwerbsleben zu halten (Initiative „fit2work“ und durch die Reform der Invaliditätspension als Weiterführung des Grundsatzes „Rehabilitation vor Pension“) und andererseits Frühpensionsarten einzuschränken und damit das faktische Pensionsantrittsalter an das vorgesehene gesetzliche Pensionsantrittsalter heranzuführen. Abschläge dienen dabei sowohl als Anreiz, das Erwerbsleben fortzusetzen, als auch als Schritt, jene Zeit, in der bereits eine Leistung vor dem gesetzlichen Pensionsalter bezogen wird, in die Lebenspensionssumme einzubeziehen und (versicherungsmathematisch neutral) zu bewerten.
Ziel aller Reformen im Pensionsbereich ist es, das öffentliche, auf dem Umlageverfahren beruhende Pensionssystem Österreichs langfristig zu sichern und eine ausreichend hohe Altersversorgung für die Versicherten sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen,
Rudolf Hundstorfer
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THEMA: Senioren
22.01.2014
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Bundesminister,
Ich bin am 1. 9. 1954 geboren ,weiblich ,angestellt bei den Wiener Bundestheatern.
Meine Frage zum Thema Korridorpension:
Sind die Abschläge von 5,1 Prozent pro Jahr, für die Dauer meiner Pension oder fallen sie weg ,wenn ich mit 65 in die Regelpension gehe, wie ich es aus einigen Briefen entnommen habe?
Mit freundlichen Grüßen Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
14.02.2014
Antwort von Rudolf Hundstorfer

Rudolf Hundstorfer
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!

Abschläge aufgrund eines frühzeitigen Pensionsantritts vor dem gesetzlichen Regelpensionsalter gelten für die gesamte Pensionsbezugsdauer, also auch nach dem 60. (Frauen)/65. (Männer) Lebensjahr. Arbeiten Sie jedoch über das gesetzliche Regelpensionsalter hinaus so erhalten Sie Zuschläge (Bonus) von zurzeit 4,2% pro Jahr.
Im neuen Regierungsprogramm ist festgelegt diesen Bonus zukünftig auf 5,1% zu erhöhen und von Erwerbseinkommen keinen PV-Beitrag mehr einzuheben. Nach Beschluss dieses Gesetzes im Parlament wird der Gesamterhöhungseffekt dann rund 10% pro Jahr des Aufschubs betragen.
Aufgrund Ihres Geburtsdatums kommt die Frühpensionsart „Korridorpension“ für Sie nicht in Betracht. Erst im Jahr 2028 können Frauen die Korridorpension beanspruchen. Bis dahin bestehen, aus Sicht der Versicherten, günstigere Frühpensionsarten. Es besteht die Möglichkeit bei Erfüllung der jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen die auslaufende Pensionsart „Vorzeitige Alterspension bei langer Versicherungsdauer“ oder aber die Langzeitversichertenregelung („Hacklerregelung“) zu beanspruchen.
Ich empfehle Ihnen daher Ihren Pensionsversicherungsträger zu kontaktieren und sich über Ihre Möglichkeiten beraten zu lassen.
Da aus Ihrer Nachricht nicht zweifelsfrei hervorgeht ob bei Ihnen ein privatrechtliches Beschäftigungsverhältnis oder ein öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis vorliegt, möchte ich Sie abschließend darauf hinweisen, dass für Beamtinnen und Beamte, für die das Bundeskanzleramt zuständig ist, teilweise differierende Regelungen gelten.

Mit freundlichen Grüßen,
Rudolf Hundstorfer
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THEMA: Arbeit
13.12.2013
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
S.g. Hr. Bundesminister

Da die Koalitionsverhandlungen nun abgeschlossen, und eine neue Regierung gebildet wurde, erneuere ich meine Anfrage zum Thema Altersteilzeit und Korridorpension.
Ich, geboren am 5.12.1954 beabsichtige mit 1.3.2014 bis 31.12.2016 im Einvernehmen mit meinem Dienstgeber auf eine kontinuierliche Altersteilzeit (60% der bisherigen Arbeitszeit) unterstützt durch das AMS umzusteigen.
Ab 1.1.2017 möchte ich dann, mit 534 Versicherungsbeitragsmonaten in die Korridorpension wechseln ( mit Abschlag von 5,1% pro Jahr bis zum Regelpensionsantrittsalter von 65 Jahren).
Diese Vorgangsweise ist meines Wissens mit der derzeitigen Gesetzgebung möglich.

Ersuche um Bescheid, ob dies nach der neuen Koalitionsbildung weiter zu den bis dato gültigen Bedingungen möglich ist.
Ersuche um baldige Anwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
09.01.2014
Antwort von Rudolf Hundstorfer

Rudolf Hundstorfer
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

ich danke Ihnen für Ihre Anfrage und kann Ihnen mitteilen, dass im Regierungsprogramm keine Änderungen betreffend die Regelungen zur Altersteilzeit enthalten sind. Auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass allenfalls im Zusammenhang mit anderen Vorhaben auch Anpassungen bei der Altersteilzeit erfolgen könnten, gehe ich jedenfalls davon aus, dass sich für die von Ihnen diesbezüglich beabsichtigte Vorgangsweise schon im Hinblick auf den bereits mit 1.3.2014 in Aussicht genommenen Beginn kurzfristig keine Änderungen ergeben werden.

Auch bezüglich der Anspruchsvoraussetzungen und bezüglich des derzeit bestehenden Anfallsalters von 62 Jahren für die Korridorpension ist im derzeitigen Regierungsübereinkommen keine Änderung vorgesehen. Auch eine Änderung der Abschläge ist nicht angedacht.

Ich darf in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es für einen Anspruch auf Korridorpension ab dem Jahr 2017 erforderlich ist, dass 48O Versicherungsmonate vorliegen. Diese Regelung ist jedoch bereits jetzt geltendes Recht. Diese Voraussetzung hätten Sie nach Ihren Ausführungen aber ohnehin erfüllt.

Ich empfehle allerdings in jedem Fall vor Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung, mit der jeweils zuständigen Geschäftsstelle des AMS und auch mit Ihrem Pensionsversicherungsträger in Kontakt zu treten.

Mit freundlichen Grüßen,
Rudolf Hundstorfer
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